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Darum geht’s

Kinder können noch nicht eigenständig entscheiden, wie sie fotografiert, ihre Bilder veröffentlicht und von wem diese gesehen werden.

Sie schon. Schützen Sie Ihr Kind vor den 3P:

  • Persönlichkeitsrechtsverletzung
  • Peinlichkeit
  • Pädosexualität

Warum „Kinderfotos raus“?

Weil es ein provokanter Titel für ein wichtiges Thema ist, mit dem viele Eltern zu leichtsinnig umgehen. Ich hoffe, allein durch den Titel schon Aufmerksamkeit dafür zu bekommen.

Was steckt denn dahinter?

Kinderfotos im öffentlichen Netz sind ein schwieriges Thema, über das man sich im Klaren sein sollte. Es geht nicht darum, Kinder aus der digitalen Wahrnehmung zu verbannen, schließlich gehören sie zu unserem Alltag. Es geht darum, wie wir Fotos von Kindern, ohne deren Einverständnis und Wissen, veröffentlichen und damit für unkontrollierte Verwendung und Verbreitung sorgen. Es geht um die Wahrung von Persönlichkeitsrechten und darum, dass nicht alle Menschen einen unschuldigen Blick auf Kinderbilder haben.

Das heißt, es geht auch um Missbrauch der Fotos?

Ja, auch darum. Es gibt Menschen, die solche Neigungen haben und diese auch ausleben. Da sind öffentliche Kinderfotos doch eine Einladung. Besonders Fotos von nackten Kindern, z.B. am Strand im Urlaub oder beim lustigen Spielen mit Schaum in der Badewanne. Nicht alle betrachten solche Bilder mit dem selben Blick, wie es vlt. die Eltern tun, die solche Fotos fürs Familienalbum aufnehmen.

Aber für viele Leute ist das eigene Facebookprofil doch nur eine Art Album, dass sie mit Freunden und Verwandten teilen!?

Das mag sein, dass das die Leute so sehen, aber der Vergleich zum Fotoalbum hinkt. Ein Fotoalbum kann ich aufschlagen, jemandem zeigen und danach wieder wegpacken. Niemand hat die Möglichkeit, sich einfach Fotos daraus zu nehmen. Online kann jeder Kopien der Bilder machen, ohne dass der Besitzer davon irgendetwas mitbekommt. Selbst wenn man Fotos nur mit seinen „Freunden“ online teilt, glaube ich kaum, dass man für alle dieser oft nur digitalen Kontakte seine Hand ins Feuer legen kann. Warum also „legt man dann sein Kind ins Feuer“?

Und wie schaut es mit geschlossenen Familiengruppen aus?

Auch hier sollte man vorsichtig sein. Bei vielen Diensten ist es nicht 100%ig klar, ob und in welchem Rahmen man Dienstanbietern den Zugriff auf Fotos gewährt, da bliebe wenigstens die Frage des Persönlichkeitsrechts wieder im Raum stehen.

Was möchte die Kampagne erreichen?

Sie soll sensibilisieren auf direkte Art. Sie zeigt bewusst keine Kinder, sondern Fotos, bei denen man als Erwachsener vlt. auch denkt: „Mmhh – gefällt mir.“ Durch den Kontext möchte ich dem Betrachter zeigen, dass genau das, was er gerade denkt, bei anderen auch passiert, wenn sie Kinderfotos betrachten.

Ich hoffe, dadurch Leute anzusprechen, bei denen der pure Appell, an die Kinder zu denken, nicht ausreicht. Vielleicht schaffe ich es so, ein paar mehr Menschen zum Nachdenken zu bewegen, bevor sie unbedarft Kinderfotos veröffentlichen.

www.facebook.com/kinderfotosraus
www.kinderfotos-raus.de

#KinderfotosRaus aus dem Netz

MIMIKAMA berichtet
https://www.mimikama.at/facebook/kinderfotos-raus-aus-dem-netz/

Veröffentlicht in #KinderfotosRaus